
Nach wie vor zählt Fleisch zu einer bedeutenden Proteinquelle für den Menschen. Gleichzeitig stellt die stetig wachsende Nachfrage, bedingt durch das globale Bevölkerungswachstum, unsere Gesellschaft vor erhebliche ethische, ökologische und gesundheitliche Herausforderungen. Die konventionelle Fleischproduktion ist unter anderem mit Fragen des Tierwohls, der Antibiotikaresistenz sowie zoonotischer Erkrankungen verbunden und trägt maßgeblich zu Treibhausgasemissionen, hohem Flächenverbrauch und steigendem Wasserbedarf bei. Vor diesem Hintergrund gewinnen nachhaltige und ethisch vertretbare Alternativen zu herkömmlich produziertem Fleisch zunehmend an Bedeutung. Kultiviertes Fleisch bietet hier ein enormes Potenzial. Es ermöglicht eine ressourcenschonendere Produktion mit geringerem Energie- und Flächenbedarf sowie deutlich reduzierten Emissionen. Gleichzeitig entstehen im Herstellungsprozess, insbesondere bei der Verwendung nicht-tierischer Materialien zur Erfüllung ethischer und regulatorischer Anforderungen, jedoch wissenschaftliche Herausforderungen. Dazu zählt vor allem die Entwicklung leistungsfähiger, skalierbarer und nachhaltiger Trägermaterialien (Scaffolds), die Zelladhäsion und -wachstum optimal unterstützen. Unsere Arbeitsgruppe am Fraunhofer IME in Aachen hat bereits ein innovatives Scaffold auf Basis von Alginat, Guarkernmehl und Konjak-Glucomannan (AGK) entwickelt, das vielversprechende Eigenschaften als kultiviertes Fleischanalog zeigt (Chiu et al., Future Foods (2025): 100795). Im Rahmen dieser Bachelor- oder Masterarbeit geht es um eine gezielte Verbesserung der Zelladhäsion in entsprechenden AGK-Scaffolds, etwa durch Oberflächenmodifikationen oder die Verkapselung in pflanzenbasierten Hydrogelen zur Steigerung der Zellstabilität. Darüber hinaus sollen die mechanobiologischen Effekte unter Bioreaktor-Stimulation untersucht und damit ein aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung zukunftsfähiger Lebensmitteltechnologien geleistet werden.
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Wir wertschätzen und fördern die Vielfalt der Kompetenzen unserer Mitarbeitenden und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung sowie sexueller Orientierung und Identität. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Unsere Aufgaben sind vielfältig und anpassbar – für Bewerber*innen mit Behinderung finden wir gemeinsam Lösungen, die ihre Fähigkeiten optimal fördern.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden.
Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt die Fraunhofer-Gesellschaft eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft.
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Dr. Kuo-Hui Chiu Postdoc - Cultured Meat kuo-hui.chiu@ime.fraunhofer.de +49 241 6085 - 144
Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, Institutsteil Molekulare Biotechnologie
Kennziffer: 84366

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist eine der führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung: Seit der Gründung 1949 stärken Fraunhofer-Institute die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und den Innovationsraum in Deutschland und Europa. Mit ganzheitlichen Angeboten für Wirtschaft und Politik liefert Fraunhofer Lösungen für branchenübergreifenden Impact. Darüber hinaus ist die Fraunhofer-Gesellschaft ein bedeutender Standortfaktor für das Innovationsland Deutschland: Durch die Aktivitäten erhöhen sich Investitionseffekte in der Wirtschaft, erlangen Unternehmen innovationsbasierte Wettbewerbsvorteile, entstehen Arbeitsplätze, Fachkräfte werden qualifiziert und es steigt die gesellschaftliche Akzeptanz moderner Technik.